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Knisternde Schädel


Knisternde Schädel

Erzählungen | Berührende und scharfsinnige Porträts von Insassen einer psychiatrischen Anstalt - aus erster Hand
1. Auflage

von: Roger Van de Velde

16,99 €

Verlag: Suhrkamp
Format: EPUB
Veröffentl.: 12.02.2024
ISBN/EAN: 9783518778418
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 100

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

<P><STRONG>Es gibt keinen Unterschied zwischen Wahnsinn und Normalität</STRONG></P>
<P>Roger Van de Velde war ein belgischer Journalist, einer der engagiertesten Humanisten seiner Zeit und hochgradig süchtig nach Schmerzmitteln. Als er begann, täglich sechzig Tabletten statt der verschriebenen vier zu nehmen und Rezepte zu fälschen, endete er im Maßregelvollzug. Viele Jahre seines kurzen Lebens verbrachte er in psychiatrischen Anstalten, wo er heimlich seine »Kompagnons der Misere« porträtierte. <br />In zwanzig humorvollen, bissigen und brillanten Geschichten erfahren wir, wie Jules Leroy seine heißgeliebte Katze meuchelt, weil sie sein noch heißer geliebtes wöchentliches Roastbeef gefressen hat; wie »Haut-und-Knochen« im Adamskostüm durch die Anstalt flitzt oder wie ein Neuankömmling, der sich den ominösen Spruch »Margaritas ante porcos« auf den Unterarm tätowieren ließ, Van de Velde vom Tablettenmissbrauch heilen möchte.</P>
<P><STRONG>Roger Van de Veldes wortgewandte Porträts seiner Leidensgenossen in der psychiatrischen Anstalt sind, bei allem schwarzen Humor, Zeugnisse des Mitgefühls. In seiner Doppelrolle des Beobachters und Betroffenen weiß er, dass es keinen Unterschied gibt zwischen Wahnsinn und Normalität. Und er schafft es, inmitten dieser menschenfeindlichen Umgebung Menschlichkeit aufzudecken.</STRONG></P>
»[Van de Velde kreiert] eindrucksvolle, auch erschreckende, nachhallende Bilder ...«
Roger Van de Velde, 1925 im belgischen Boon geboren, war Journalist und Autor. Er publizierte Beitr&amp;auml;ge f&amp;uuml;r Literaturzeitschriften und schrieb H&amp;ouml;rspiele. Aufgrund seiner Schmerzmittelsucht hielt er sich wiederholt in Entzugsanstalten auf, wo er 1969 wegen des strengen Kontrollregimes heimlich &lt;em&gt;Knisternde Sch&amp;auml;del&lt;/em&gt; auf Brosch&amp;uuml;ren niederschrieb, die seine Frau in Zigarettenpackungen versteckt herausschmuggelte und ver&amp;ouml;ffentlichte. Kurz vor seinem Tod, im Jahr 1970, wurde er f&amp;uuml;r sein Schreiben mit dem Literaturpreis Arkprijs van het Vrije Woord ausgezeichnet.

Annette Wunschel, geboren 1961, &amp;uuml;bersetzt u. a. Roger Van de Velde, Michel Foucault und Johan Huizinga und erhielt 2016 den Else Otten Vertalersprijs f&amp;uuml;r ihre &amp;Uuml;bersetzung von Huizingas &lt;em&gt;Kultur- und Zeitkritischen Schriften&lt;/em&gt;. Sie lebt in Berlin und Wien.

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