GESICHTSMUSKELTRAINING

Gesichtsmuskeltraining

„Jeder der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu entdecken, wird nie alt werden.”

(Franz Kafka)

Aus rechtlichen Gründen

Die Ratschläge und Empfehlungen in diesem Buch wurden von Autorin und Verlag nach bestem Wissen und Gewissen erarbeitet und sorgfältig geprüft. Dennoch kann keine Garantie übernommen werden. Dieses Buch ist nicht dafür bestimmt, die Beratung oder Behandlung durch einen Arzt zu ersetzen. Eine Haftung der Autorin, des Verlages oder seiner Beauftragten für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

Sofern in diesem Buch eingetragene Warenzeichen, Handelsnamen und Gebrauchsnamen verwendet werden, wenn diese auch nicht als solche gekennzeichnet sind, gelten die entsprechenden Schutzbestimmungen.



7. Auflage 2015
Copyright © 2011 by Christa Gugler
Homepage: www.visageforme.at
Alle Rechte vorbehalten
Grafikdesign: Elzbieta Berger/padesign
Satz: Sarah Schütz
Lektorat: DINOTEXT & Lektorat, Mag. Sonja Knotek
(www.dinotext.at)
E-Book-Konvertierung: Sabine Abels www.e-book-erstellung.de
Fotos: Christa Gugler, Fotolia, CanStockPhoto, iStockphoto, Thinkstock

ISBN 978-3-9503612-0-9

Christa Gugler

Gesichtsmuskeltraining

Die natürliche
Lifting-Revolution

Straffer – strahlender
und sichtbar jünger

Trainieren Sie sich die Jugend
Ihres Gesichts zurück


„Es macht absolut keinen Sinn, die teuersten Cremes zu verwenden, wenn die darunter­liegenden Muskeln gleichzeitig verkümmern!”

(Christa Gugler)

Liebe Leserin! Lieber Leser!

Sie sehen in den Spiegel und stellen fest, dass Ihre Augen immer kleiner und ausdrucksloser werden, die Lider er­schlaffen und die Tränensäcke immer größer werden. Die Wangen senken sich bereits ab, das Gesicht wird immer flacher und verliert an Volumen. Die Mundwinkel zeigen bereits nach unten, die Labialfalte wird immer tiefer, der Lippenstift zerrinnt in den Lippenfältchen. Sie ziehen inzwischen lieber Rollkragenpullis an, um den Hals zu verstecken. Die Falten werden immer mehr. Sie probieren bereits die x-te Creme oder Behandlung aus und merken nicht wirklich eine sichtbare „Verwandlung“. Wenn man auf Google das Wort „Schönheit“ eingibt, erhält man ca. 61.700.000 Treffer innerhalb von 0,11 Sekunden – ein klarer Beweis dafür, wie viele Menschen dieses Thema beschäftigt. Fast jede Frau und natürlich auch zahlreiche Männer wünschen sich, ihre Jugendlichkeit möglichst lange zu erhalten.

Dieser Wunsch ist ein Milliardengeschenk an die Kosmetikindustrie. Verschiedenste Methoden und Wundermittel kommen und verschwinden wieder. Abgesehen von den Kosten und manchen Risiken, ist dieser Markt allzu oft ein Tummelplatz frecher Behauptungen und Versprechen. Attraktiv, schön und schlank zu sein, ist heutzutage oft der Tür- und Toröffner für den beruflichen oder privaten Erfolg. Deshalb ist die Bereitschaft, hier viel Geld zu investieren, sehr groß. Die „Schönen“ haben es im Leben einfach in vielen Situationen leichter. Ich selbst musste diese Erfahrung schon als Kind machen.

„Zufälle sind Gottes Art, anonym zu bleiben.“
(Albert Einstein)

Meine Geschichte

Im Alter von ca. 6 Jahren erkrankte ich am ganzen Körper und vor allem im Gesicht an einer schrecklichen Neurodermitis. Ich litt sehr darunter, denn meistens wurde ich verspottet und ausgegrenzt. Aus diesem Grund entwickelte ich mich zu einem Frustesser und wurde obendrein noch ein ziemlich dickes Kind. Mein sehnlichster Wunsch war es, irgendwann einmal so hübsch, gesund und schlank zu sein wie viele Mädchen an meiner Schule.

Von dieser Sehnsucht getrieben, beschäftigte mich das „Schönsein“ seit meiner Kindheit. Anfangs probierte ich die Schönheitstipps aus dem Bravoheft: Es gab nichts aus der Küche meiner Mutter, was ich mir nicht ins Gesicht pappte, und ich turnte nach den Anweisungen von Ilse Buck aus dem Radio.

Nach Schulende wollte ich unbedingt eine Kosmetiklehre beginnen. Für mich war völlig klar, dass ich in der Schönheitsbranche arbeiten wollte. Leider konnte ich aufgrund meines durch die Hautkrankheit „entstellten“ Gesichtes keine Lehr­stelle finden.

Damals war ich sehr unglücklich, aber heute weiß ich, dass vieles im Leben Bestimmung ist und es keine sogenannten „Zufälle“ gibt. Ich musste vorerst gezwungenermaßen eine andere Berufslaufbahn einschlagen. Mein Interesse an Schönheit wurde dadurch aber nicht weniger, im Gegenteil: Es wurde mein Steckenpferd.

Im Alter von ca. 16 Jahren verlor ich aufgrund einer kompletten Ernährungsumstellung über 15 kg Körpergewicht. Durch eine „Wundersalbe“ verschwand innerhalb weniger Wochen zum ersten Mal meine Neurodermitis. Damals wusste ich noch nicht, dass es sich um eine reine Cortisonsalbe handelte. Sie hat mir aber in dieser Zeit geholfen, mich von meiner Krankheit – zumindest über längere Perioden – zu befreien. Auf die endgültige Heilung musste ich noch Jahrzehnte warten.

Ich lernte also erst im 16. Lebensjahr mein Gesicht kennen, das sich unter Krusten und juckenden Bläschen verbarg, und mein Leben änderte sich dadurch schlagartig. Nachdem ich jahrelang nur Blicke des Mitleids ertragen musste, genoss ich nun die vielen Komplimente und mit diesen wuchs mit der Zeit auch mein Selbstvertrauen. Plötzlich bekam ich für diverse Kataloge und Prospekte sogar einige Angebote als Fotomodel – für den Laufsteg war ich mit einer Größe von 164 cm zu klein.

Obwohl der Schönheitswahn, wie er sich heute darlegt, damals in den 80er-Jahren noch nicht ausgebrochen war, erlebte ich durch mein eigenes Schicksal, wie wichtig gutes Aussehen ist. Wenn man „schön“ ist, wird man wahrgenommen, das Selbstbewusstsein steigt und dadurch hat man auch eine positive Ausstrahlung, die besonders anziehend auf Menschen wirkt. Ich führte endlich ein unbeschwertes Leben und wollte, dass das auch so bleibt. Deshalb war mein Leben in Zukunft vorwiegend darauf fixiert, nie wieder krank, dick und „hässlich“ zu sein.

Ich sammelte sämtliches Material, das zu diesen Themen zu finden war. Ich stöberte in Archiven, Zeitschriften und Büchern. Ich kaufte mir verschiedenste Kosmetika und ließ so manche neue Behandlung über mich ergehen. Ich lernte sehr viele Menschen kennen, die „auf etwas besonders schwören“. Ich war mein bestes Versuchskaninchen und bekam von Freunden den Spitznamen „Beauty-Junkie“.

Inzwischen war ich bereits etwas über dreißig Jahre alt und bemerkte allmählich die ersten Fältchen in meinem Gesicht. Eines Tages musste ich schockiert feststellen, dass ich beim Auftragen des Lidschattens plötzlich etwas Haut mitschob und mein Gesicht generell schmäler wurde. Zu meinem Unglück kam noch hinzu, dass die sogenannte Anti-Aging-Welle genau zu einem Zeitpunkt ausbrach, an dem bei mir der Alterungsprozess sichtbar einsetzte. Das löste in mir eine gewisse Panik aus. Ich investierte schließlich bereits schon über das normale Maß hinaus viel Zeit und Geld in mein Aussehen.

Die ersten Gedanken, „etwas machen zu lassen“, kamen auf. In Hochglanzmagazinen und den Medien wurde immer häufiger über Schönheitsoperationen geschrieben. Diese wurden mit der Zeit auch von immer mehr Menschen in Anspruch genommen. Bald gab es bereits die ersten Fernsehserien, in denen man bei diesen Eingriffen zusehen konnte. Gleichzeitig wurde zunehmend von abschreckenden Beispielen berichtet und man begegnete ihnen auch immer öfter im wirklichen Leben. Für mich stand schnell fest, dass das nicht mein Weg war. Ich wollte nicht so aussehen wie viele chirurgisch geliftete Damen. Für mich hatte das mit Schönheit nichts zu tun – und schon gar nichts mit einer natürlichen, gesunden Ausstrahlung.

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass der Tag bald kommen würde, an dem ich „durch Zufall“ eine Me­tho­de kennenlernen würde, die mein Leben völlig ver­än­derte. Der seit meiner Kindheit erträumte Wunsch, in der Schönheits­branche zu arbeiten, sollte bald Wirklichkeit werden.

Im Alter von ca. 35 Jahren besuchte ich meine jüngere Schwester in Los Angeles. Als wir eines Abends ausgingen, lernte ich eine Freundin von ihr kennen. Diese hatte ein wunderschönes Gesicht und ich schätzte, dass sie in meinem Alter sein müsste. Meine Schwester erzählte mir nach diesem Abend, dass ihre Freundin bereits 47 Jahre alt sei und sich durch Gesichtsmuskeltraining jung erhalte. Zuerst dachte ich, dass ich mich verhört hätte, aber ihre Freundin war tatsächlich schon 47 und sah „glatt“ aus, wie etwas über dreißig. Dieses Gesicht ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Das musste ich natürlich unbedingt ausprobieren und ich drängte noch während meines Aufenthalts auf einen Termin, um diese Methode kennenzulernen.

Zwei Tage vor dem Heimflug klappte es und ich war schon sehr gespannt. Bevor wir mit den Übungen begannen, wurde mir von der Trainerin erklärt, welchen enormen Einfluss unsere Gesichtsmuskeln auf unser Aussehen hätten. Aufgrund erschlaffter Gesichtsmuskulatur würde unser Ge­sicht die jugendlichen Formen und Umrisse verlieren. Für mich war diese These logisch, da auch am Körper alles schlaff wird und „hängt“, wenn man keinen Sport betreibt. Nach meiner ersten Stunde Gesichtsmuskeltraining hatte ich das Gefühl, als wäre ich im Fitnessstudio gewesen, nur mit dem Unterschied, dass ich die gleichen Auswirkungen im Gesicht wahrnahm. Meine Haut fühlte sich gut durchblutet an und am nächsten Tag verspürte ich eine Art Muskelkater.

Und tatsächlich: Es war fast wie Zauberei. Nach etwa 10 Tagen, an denen ich die erlernten Übungen täglich ausführte, zeigten sich in meinem Gesicht bereits die ersten positiven Ergebnisse. Unglaublich: Durch gezielte Übungen kann man Stirn, Wangen, Augen, Lippen, Kinn und Halsbereich straffen, formen und festigen. Das Rad der Zeit wird um Jahre zurückgedreht. Nach ca. drei Wochen waren meine Augen größer, beim Auftragen des Lidschattens schob ich absolut keine Haut mehr mit und mein Gesicht wurde wieder fester und voller. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich es noch niemandem erzählt, ich hatte abgewartet, ob es jemandem auffällt – und es war so: Bald wurde ich von Bekannten gefragt, was ich denn „hätte machen lassen“. Ich war überglücklich, diese Methode entdeckt zu haben. Ich wusste sofort, dass das mein Weg war, um mein Aussehen und meine natürliche Ausstrahlung zu erhalten.

Von nun an beobachtete ich Gesichter anders als zuvor, ich fing sogar an, sie zu studieren. Die Falten interessierten mich nur noch zweitrangig, ich konzentrierte mich vorwiegend auf die Umrisse und Konturen der Gesichter. Ich stellte eindeutig fest, dass die Hauptursachen von nachlassender Jugendlichkeit schlichtweg der Abbau und das Erschlaffen der Gesichtsmuskulatur ist. Das Tolle daran war, dass ich nun wusste, dass man dagegen etwas tun konnte – und das, ohne sich in fremde Hände legen zu müssen und ohne Schmerzen und Risiken. In den folgenden Jahren setzte ich mich mit dieser wundervollen Verjüngungsmethode intensiv auseinander. Dazu gehörte das Studieren der Anatomie des Gesichts und der Funktionsweise der einzelnen Gesichtsmuskeln. Während dieser Zeit wurde mir unter anderem eines klar: Es macht absolut keinen Sinn, die teuersten Cremes zu verwenden, wenn die darunter liegenden Muskeln gleichzeitig verkümmern!

Mit den Jahren veränderte, perfektionierte und entwickelte ich so manche Übungen und wandte sie an mir und anderen mit verblüffendem Erfolg an.

2004 eröffnete ich schließlich mein Studio für Gesichtsmuskeltraining in Linz. Zu diesem Zeitpunkt war diese Methode in Österreich beinahe unbekannt, was sich aber schnell änderte. Über mich und meine Methode – natürliches Facelifting durch Gesichtsmuskeltraining – wurde gerne in vielen Medien berichtet. Bald darauf bekam ich zahlreiche Einladungen zu Vorträgen und Veranstaltungen im In- und Ausland.