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Lumen Gasmo, Thomas Benda

Gutböse - gnadenlos gut, gnadenlos böse 1. Teil: Aller Anfang ist blutig


Für Mercy, weil ich ihr viel zu verdanken habe!


BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Copyrighthinweise und Anmerkungen der Autoren

Gutböse – gnadenlos gut, gnadenlos böse, 1. Teil: »Aller Anfang ist blutig«

Lumen Gasmo

Thomas Benda

 

Gutböse – gnadenlos gut, gnadenlos böse, 1. Teil: »Aller Anfang ist blutig«

Copyright©2019 Lumen Gasmo, Thomas Benda

All rights reserved.

Text: Lumen Gasmo, Thomas Benda

Kontakt: BookRix GmbH & Co. KG

Sonnenstraße 23

D - 80331 München

E-Mail: LumenO.Gasmo@gmx.de, Tom Benda@gmx.de

Facebook: Lumen Gasmo - Autorin

Cover/Bildquellen: https://www.pexels.com/photo/adult-beautiful-black-and-white-blonde-458712/

 

Bei der Serie handelt es sich um eine Fortsetzungsgeschichte, deren Teile nicht abgeschlossen sind.

So ergibt sich eine äußerst spannende und sehr lange, komplexe Erzählstruktur inklusive Zeitsprüngen in die Vergangenheit und Zukunft der Protagonisten.

Personen und Handlung sind frei erfunden.

Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.

Dieses Buch ist ausschließlich für Leserinnen und Leser, die volljährig sind und keinen Anstoß an der Darstellung sexueller Handlungen und an obszönen Beschreibungen haben. Ein Teil der Handlung schildert auch Gewaltakte und Religiöses.

Der komplette Inhalt der Romane und die Meinungen und Ansichten der Romanfiguren spiegeln nicht die Meinungen und Ansichten der beiden Autoren wider. Alles Beschriebene ist völlig fiktiv und dient nur der bloßen Unterhaltung für Erwachsene. Wir schreiben ausschließlich fantasievolle und satirisch überzeichnete Geschichten, die sich sehr deutlich vom Massengeschmack abgrenzen.

Gesundheitlicher Hinweis:

Fiktive Romanfiguren können auf Kondome verzichten – in der Realität gilt: Safer Sex!

Alle Rechte vorbehalten.

Nachdruck oder eine andere Verwertung, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung beider Autoren.

Bitte respektieren Sie unser geistiges Eigentum und erwerben eine legales Produkt.

Jeder Verstoß gegen unser Urheberrecht wird zur Anzeige gebracht und zieht

gezielt rechtliche Konsequenzen nach sich!

 

Vielen Dank für den Kauf unseres Romans und beste Unterhaltung bei unseren Fantasien!

Wenn Ihnen unsere Geschichten gefallen, freuen wir uns über eine Bewertung von Ihnen!

 

Wir wünschen Ihnen eine gute Zeit!

 

Lumen Gasmo und Thomas Benda, 08.08.2019

 

Copyright zum Titel »Gutböse – gnadenlos gut, gnadenlos«

 

COPYRIGHT © Der Titel ist bei Titelschutz.ch unter Hinweis auf § 5 Abs. 3 MarkenG (Deutschland) sowie § 80 UrhG, § 9 UWG (Österreich) in allen Schreibweisen und Darstellungsformen geschützt und im Online-Titelschutz-Anzeiger veröffentlicht worden. Das Manuskript, einschließlich all seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechts ist ohne Zustimmung des Verfassers unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikrovervielfältigungen und die Einspeicherung und/oder die Verarbeitung in elektronische Systeme. Copyright ©

1. Kapitel: Mercy, 27 Jahre, blond

»Um Ihnen gleich alle Illusionen zu nehmen, ich sehe nicht abgefuckt aus – von harten Drogen halte ich gar nichts! Und wenn ich mir schon die Birne zudröhne, dann bin ich eher der Whisky-Typ, der hin und wieder auch eine Kippe Marihuana durch seine Lunge jagt. Harte Sachen sind etwas für die Gestrandeten und die Verlorenen. Ich bin nicht verloren! Ich bin Geschäftsfrau – ich bin clever, hab Talent, Titten und Arsch! Genau in dieser Reihenfolge!

Geboren wurde ich in den späten 1980er-Jahren, als sich die Menschen noch persönlich trafen, anstatt sich virtuell im Internet zu adden. Die glorreichen Zeiten, in denen die Jungs heimlich in Erwachsenen-Videotheken schlichen und sich daheim bei einer heißen Videokassette einen Schuss abnudelten! Die heutigen Kids brauchen nur zwei, drei Mausklicks oder ein wenig Smartphone-Wischen, um zur Samenspende zu kommen. Schnell, effizient, einfach, aber natürlich wenig anrüchig!

Aufgewachsen bin ich wohlbehütet in einem Randbezirk von New York City. Mein Vater ist Lehrer an einer Highschool. Meine Mutter ist eine Workaholic im Bereich Kunstdesign. Sie verdienen beide mehr Geld, als sie wirklich im Monat benötigen. Ich habe noch einen Bruder, Marc, der ist cool und schwul! Er tingelt zurzeit mit einer Gay-Band durch Kalifornien. Wir halten Kontakt über unsere Smartphone-Displays. Dad und Mom besuche ich regelmäßig.

Nein, sie wissen nichts von meinem Hauptjob als Straßenhure! Mein Kunststudium an der Uni in der City mache ich so nebenbei. Die beiden denken auch, dass ich einen festen Freund habe. Ich lasse sie in dem Glauben. Meine Eltern sind gute, sehr gläubige Menschen! Warum sollte ich sie deswegen aufregen?

Und bevor Sie sich unnötige Gedanken machen, welche schrecklichen Dinge mir widerfahren sind, um letztendlich auf dem Straßenstrich in der Bronx zu landen, muss ich Sie bitter enttäuschen: keine!

Ich studiere wirklich Kunst. Das Leben, die Miete und das ganze notwendige Drumherum sind teuer!

Da bleibt für eine Studentin nur ein gut bezahlter Nebenjob als Ausgleich.

Haben Sie je versucht in Big Apple einen gut bezahlten Nebenjob zu finden? Das ist schlicht unmöglich, sage ich Ihnen!

Auf einer feuchtfröhlichen Studentenparty kam ich mit Valeria Cruz ins Gespräch. Die hellbraune Ex-Kubanerin mit ihrem wohlgeformten Vor- und Hinterbau studierte damals Betriebswirtschaft und glich schon eine ganze Weile ihre finanziellen Defizite mit lukrativen Fick-Jobs aus. Valeria führte mich in die Fleisch-Branche ein.

Der Rest ist Geschichte! Eine Geschichte, die ich wahrscheinlich niemals meinen etwaigen Enkelkindern erzählen werde! Oder vielleicht doch? Wer weiß das schon?

Mittlerweile verdiene ich als Hobbyhure Kohle ohne Ende! Ich bin aus meinem schäbigen Apartment in eine bessere Wohngegend umgezogen.

Das Kunststudium verfolge ich strebsam und zielorientiert weiter, um eines Tages in einem schlecht bezahlten und extrem konservativen Beruf zu glänzen. Na ja, glücklicherweise hat das noch Zeit!

Ich habe viele Freundinnen und Freunde unter den Studierenden. Keiner von denen kennt mein Geheimnis! Außer natürlich Valeria, doch die sitzt ja im gleichen Boot wie ich!

Zum Anschaffen gehe ich in einen nicht so gefährlichen Bereich der North Bronx, in dem ich von den dortigen Gangs anerkannt werde.

Einen protzenden Macker, das ist das nettere Wort für Zuhälter, habe ich nicht!

Um auf dem dreckigen Straßenasphalt der überwiegend von schwarzen Banden regierten Vierteln klarzukommen, ist selbstredend eine wöchentliche Tribut-Zahlung zu leisten.

Man überlässt es mir, ob ich mit Geld oder mit meinem geilen Arsch rüberkomme! Da habe ich tatsächlich die Freiwahl!

Ich entscheide mich immer fürs Ficken, weil ich den Zaster brauche und auf Sex stehe. Wenn Sie je von einem Schwarzen in den Arsch gefickt wurden, können Sie verstehen, warum ich das gerne wähle! Ach, Sie meinen, ich soll Afro-Amerikaner sagen, weil es politisch korrekter wäre? Sagen Sie, waren Sie je auf der Straße anschaffen? Nicht – dachte ich's mir! Natürlich dürfen mich auch Weiße anal verwöhnen! Ich diskriminiere doch niemanden wegen seiner Hautfarbe oder Schwanzlänge! Der normale Rosetten-Fick ist Geschmackssache! Analsex ist auch immer Geruchssache – im wahrsten Sinne des Wortes! Ich will nicht verschweigen, dass so was hin und wieder übel sein kann!

Fakt ist, dass ich auf Gummi bestehe!

Ich kann es mir längst aussuchen, ob ich eine Nummer machen oder ablehnen will. Bei den Gangmitgliedern hat sich das mittlerweile herumgesprochen. Die sind zwar mitunter ziemlich harte Bastarde, aber nicht so dumm-geil, dass sie sich selbst was einfangen wollen!

Lieber verzichte ich auf alles und werde den Bezirk verlassen, wenn die Gummifrage kritisiert wird oder die ganze Chose in eine fragwürdige Richtung verläuft!

Anspritzen geht in Ordnung! Reinspritzen – egal wo! – lasse ich nicht zu! Bisher hatte ich weniger Probleme damit, als sie vielleicht vermuten. Die aufgeklärten Typen von heute sind ja nicht blöd – weder die Gangmitglieder noch die normalen Kunden! Jeder von den Schwänzen will leben, … will überleben! In meinem Job gastiert dauerhaft der siechende Tod, herangeschleppt von irgendwelchen unvorsichtigen oder egoistischen Idioten! Nur Pornos suggerieren den unbekümmerten Schein vom gummilosen Spritzverein! Ich habe Mädels und Jungs an AIDS krepieren sehen! Ja, man holt es sich und kriegt es nicht einfach so! Ich bin extrem vorsichtig und habe eine geschickte Routine entwickelt, um das Lustvergnügen meiner Freier nicht zu beeinträchtigen und um die Fick-Sicherheit nicht zu gefährden! Mitleidsficken ohne Kondom ist für mich kein Thema! Für andere schon, für mich nicht! Da kann ich mir bei diesem Job gleich eine Doppelläufige in den Mund schieben und abdrücken!

Ich hatte im letzten Jahr über 350 Ficker zu Gast – manchmal fünf an einem Abend! Können Sie sich die heraus gespritzte Sperma-Menge bildlich vorstellen?

Geld? Cash – und natürlich steuerfrei! Zu Weihnachten spende ich an Kinderhilfsorganisationen einen enormen Betrag. Ich bin gläubig aufgewachsen und rede mir gerne ein, dass ich mich damit ein wenig von meinem sündigen Leben reinwasche! Ja, das tue ich wirklich!

Ich will Sie weder anlügen noch prahlen! Ich sehe verdammt gut aus, bin charmant und spreche mehr als drei Sätze beim Vögeln. Mein Publikum weiß das zu schätzen!

Unter 300 $ in der Nacht gehe ich nie heim – und wir reden von Hand- oder Blowjobs und

atemlos machenden 5-Minuten-Autositz-Nummern!

Also … nebenbei, wöchentlich, runde 2.000 $ als Taschengeld! Wenn Sie die Summe auf den Monat (ohne steuerliche Abzüge) hochrechnen, wissen Sie, warum ich mich vor dem normalen Jobleben nach Abschluss meines Kunststudiums ein wenig ängstige.

Warum ich mich Mercy nenne? Na, ich bin die Barmherzigkeit in Person, wenn es um den Preis geht!

Entschuldigen Sie mich bitte einen Moment, da hinten rollt Kundschaft an! Wir sehen und sprechen uns später wieder!«

2. Kapitel: Straßenstrich

Der blaue Pick-up fuhr langsam an den Gehweg heran.

Die herumstehenden Huren wurden geschäftstüchtig aktiv und versuchten sich ins rechte Licht zu rücken. Fünf Frauen, alle von unterschiedlicher Natur und Kleidung, drängten mit anzüglichen Sprüchen an den Wagen heran.

Das Beifahrerfenster wurde heruntergelassen, und ein junger Mann mit einer blauen Baseballmütze auf dem Kopf reckte sich heraus. Er fragte eine hübsche Schwarze nach ihrem Preis.

Mercy hörte von weitem, dass der arrogant aussehende Typ auf Arschnummern stand. Sie atmete erleichtert durch, denn sie kannte die kleine Gruppe von Frauen, die heute mit ihr an dieser Ecke stand. Keine von denen war eine routinierte Analspezialistin. Der Arsch war allein Mercys Aufgabengebiet. Zudem hatte sie einen gut proportionierten Anblick zu bieten, der zum Zupacken und Heranziehen reizte.

Die Schwarze, Marga hieß sie, lehnte den Analsex sofort ab. Der Pick-up rollte einige Meter weiter, hielt vor einer vollbusigen Mexikanerin, die ihre üppige Weiblichkeit in eine schwarze Lederjacke hüllte. Der Baseballmützen-Mann diskutierte ein wenig mit ihr, doch es kam zu keinem Deal.

Mercy war als Nächste an der Reihe. Die Blondhaarige, mit knappen Hot Pants und einem eng anliegenden weißen T-Shirt bekleidet, das ihre BH-losen Rundungen vollends zur Geltung brachte, zauberte ein verführerisches Lächeln auf ihren schmallippigen Mund. Ihre strahlend blauen Augen fixierten den Freier eindringlich und unnachgiebig wie ein Raubvogel, der Beute machen wollte.

»Machst du es anal?«, fragte der Typ sie schroff zur Begrüßung.

»Kommt darauf an?«, gab sie zurück.

»Auf was?«, wollte er wissen.

»Ob dein Kumpel am Steuer mitmachen will oder nicht«, entgegnete Mercy immer noch mit einem hübschen Lächeln im Gesicht.

»Karl steht nur auf den Vordereingang«, kicherte der Kerl frech. »Ich bin der Hintertürmann!«

»Kein Problem!«, meinte Mercy. »Erst dein Freund. Dann kann ich mich auf die Arschnummer völlig konzentrieren und besser ... zupacken!«

»Wie? Zupacken?«, fragte der Mützenträger überrascht nach.

»Ich kann was mit dem Schließmuskel – eine echt feine Sache!«, erklärte Mercy geheimnisvoll.

Das überzeugte!

»Was verlangst du für uns beide?«

»50 normal, 75 anal. Doch in einem Aufwasch, da sage ich mal 100 für beide – und mit Abschussgarantie! Falls Ihr nicht kommen solltet, zahl ich die 100 zurück!«

Mercy traf genau den Proleten-Humor des Mannes.

»Geht klar, Puppe! Komm rein in die Kutsche!«

»Noch nicht!«, erklärte die Blondhaarige ihm, der darauf ein wenig verdutzt blickte.

»Ich mache es nur mit Gummi – sowohl Fotze als auch Arsch!«

Der Mann mit der Baseballmütze fühlte sich deswegen ein wenig angepisst und reagierte entsprechend.

»Ach Süße, jetzt komm mir doch nicht so! Wir sind hier auf dem Strich, ... mitten in der Scheißbronx! Und du erzählst mir jetzt was von 'nem Gummi? Echt – jetzt?«

Mercy wirkte lässig und cool, da sie immer wieder mal ähnlich gelagerte Gespräche als Nutte führen musste. Sie blieb konsequent – kein Spritzen ohne Kondom!

Der Typ mit der Baseballmütze besprach etwas mit dem Fahrer. Einen kurzen Dialog später bestätigte er Mercys Latex-Vorgabe.

»Okay, wir sind einverstanden! Also mit Gummi! Karl nimmt sich deine Fotze vor und ich später dein Scheißloch. Haben wir den Deal?«

Mercy nickte lächelnd.

»Haben wir!«

»Komm jetzt ins Auto!«, forderte er sie auf und grinste erwartungsvoll.

»50 jetzt, 50 später!«, entgegnete Mercy, »Sonst wird das nichts!«

Der Kerl reichte ihr die Scheine hin. Mercy steckte sie in ihre Handtasche, die sie am Arm trug, und stieg in den Pick-up ein. Drinnen konnte sie einen Blick auf den Fahrer werfen.

Nicht übel!

Er sah wie eine durchtrainierte Sahneschnitte aus.

Gut, dass der für die Vordertür zuständig ist! Vielleicht habe ich heute ein wenig Spaß, dachte die blondhaarige Prostituierte zufrieden. Das kommt selten genug vor – sehr selten!

Den anderen Typen, der sich mit dieser billig wirkenden NY-Mütze und seinen schrillen Protzklamotten einer unsagbaren Lächerlichkeit preisgab, hielt Mercy nicht nur für dumm, sondern auch für extrem unattraktiv. Sie war froh, dass es bei einem Analfick einen entscheidenden Vorteil gab: Man musste den Freiern nicht in die Fresse schauen!

Schließlich fuhr der Pick-up los.

Eine Frau, die unweit der Huren-Ecke stand, schaute dem Wagen nach. Ihre türkisfarbenen Augen leuchteten im Schein der Straßenlaterne wie Edelsteine in der Sonne. Zufrieden nickte sie – und war im nächsten Augenblick verschwunden.

Einfach so, als hätte sie sich in Luft aufgelöst.

3. Kapitel: Der Arsch für'n Arsch

Zehn Minuten später bogen sie in den Parkplatz eines ehemaligen Autokinos ein, das Ende der 1970er-Jahre von modernen Filmpalästen abgelöst worden war. Unkraut wucherte überall auf dem rissigen Asphalt. Mülltüten, illegal entsorgt, gab es haufenweise auf dem einsamen Gelände. Weit weg von den Hauptverkehrsstraßen war solch ein Platz der ideale Ort für diskrete Treffen jeglicher Art. Vereinzelt standen Autos mit beschlagenen Scheiben auf dem Gelände. Manche von ihnen schaukelten leicht.

Sie parkten die Karre ziemlich weit hinten, um etwaige Zuschauer auszuschließen. Karl stellte den Motor ab und schaute zu Mercy auf die Rückbank, die aus ihrer Handtasche zwei Kondome herausfischte.

»Wer zuerst?«, fragte Karl mit einer angenehm tiefen Stimme, die sofort Mercys Interesse weckte.

»Wie heißt du gleich?«, fragte die Blondhaarige den Typen mit der Baseballmütze.

»Kannst Stu zu mir sagen.«

Dann richtete Mercy das Gespräch an Karl, den Fahrer des Pick-ups.

»Stu kann mich mit dem Arschfick zuerst aufheizen«, stellte Mercy lächelnd klar.

»Hast du nicht gesagt, du wolltest dich beim Arschficken besser konzentrieren und den dann als zweite Nummer durchziehen?«, hakte Stu verblüfft nach.

»Ist schon okay, wenn du noch nicht kannst«, lächelte Mercy den Freier nett an.

»Halt, halt! Wer hat gesagt, dass ich noch nicht kann?« Er fasste sich in den Schritt. »Siehst du, wie hart ich schon bin? Auf Knopfdruck!«

Die Straßenhure sah eine gewaltig ausgebeulte Hose, die auf eine ziemliche Erektion hindeutete.

»Oha, das sieht schon mal lecker aus!«, log sie.

»Ich gehe so lang eine Kippe rauchen«, meinte Karl. »Ich stehe nicht so auf Zuschauen.«

Karl holte Zigaretten und ein Feuerzeug aus dem Handschuhfach heraus und verließ den Wagen. Draußen steckte er sich eine Kippe in den Mund, zündete sie an und lief einige Schritte auf dem Parkplatz des Autokinos umher.

Mercy hatte mit einem kurzen Ratschgeräusch Stus Jeans geöffnet, sein fleischiges Teil herausgeholt und massierte es intensiv mit der Hand. Ein fischähnlicher Uringeruch erfüllte den Innenraum des Autos.

Stu drehte den Beifahrersitz nach hinten, um besser entspannen zu können.

»Du machst das so cool, Baby!«

Mercy tastete spielerisch seinen breiten Schaft mit ihren Fingerkuppen entlang.

Scheiße, hat der eine riesige Fleischwurst!

»Ist es so gut für dich, Honey?«, fragte sie nach, als sie spürte, wie sein Blut in den Schwellkörper gepumpt wurde und das Teil sich ein wenig aufbäumte.

»Alles bestens«, hauchte er und schloss genießend die Augen.

»Du hast ja ordentliche Eier«, bemerkte die blonde Mercy, glaubhafte Begeisterung spielend.

Und scheiße rasiert sind sie auch noch, schob sie in Gedanken nach.

Mercy hielt glatte Komplettrasuren bei Kerlen für eine Spur zu sanft. Die Männlichkeit, die gerade durch ihre Hand flutschte und liebeshungrig zu tropfen begann, war ein wahres Prachtexemplar, wenn man auf Hengstgröße stand. Als das Ding sich vollends aufgerichtet hatte, geriet die Hure ein wenig ins Grübeln.

Diese Latte soll in meinen süßen Arsch? Na klasse, das wird wieder mal abartig!

»Wow, du hast aber eine geile Lanze, mein strammer Rittersmann!«

Sie strich ihn noch fünfmal mit ihrer Hand. Als er hart zu pochen begann, riss sie mit den Zähnen das Kondomtütchen auf und fingerte das Präservativ heraus.

»Oh ja, küss ihn, Kleine! Lass mich deine Zunge fühlen!«, stöhnte Stu mehr schlecht als recht.

Mercy grinste innerlich.

Manche probieren es doch immer wieder, dieser elende Wichser!

»Ich küsse ihn gerne«, entgegnete sie verführerisch. »Aber zuerst, … das!«

Sehr routiniert rollte sie das Kondom über die glänzende Eichel und den harten Schaft, dann umschloss sie ihn mit ihren Lippen und begann ihn langsam und sehr tief aufzunehmen.

»Mmmhmmm«, stöhnte sie ihm wollüstig vor.

Er quittierte dies, indem er noch härter wurde und langgezogen seufzte.

Sie entschied, dass es genügte, und zog Hot Pants und Höschen aus. Dann kletterte sie auf die Rückbank, streckte ihren runden Po in die Höhe und bot sich ihm lüstern an.

Jetzt kommen dir sicherlich gleich die Tränen vor Rührung, dachte sie, beugte ihr Gesicht ins Sitzpolster hinein und präsentierte ihre schön geformte Rosette.

»Hier, Süßer! Fick mich durch!«, heizte sie ihn an.

Stu ließ sich das nicht zweimal sagen und krabbelte vom Beifahrersitz nach hinten zu Mercy. Er ergriff stürmisch mit beiden Händen ihre zarten, runden Pobacken.

»Mister America checkt gleich ein!«, witzelte Stu albern herum und nahm seine Mütze ab.

»Willst du mich verwöhnen? Dann füttere mich!«, feuerte sie ihn aufgeregt an.

Vielleicht hab ich Glück und er spritzt dabei schon ab!

Stu brachte sich hinter ihr in Position und nahm ungestüm seinen Harten in die Hand.

»Moment noch!«, sagte sie plötzlich, griff nach hinten und überprüfte, ob das Kondom noch fest saß.

»So, jetzt zeig's mir, America!«, forderte sie Stu energisch auf.

Ohne ein Zögern und ohne die geringste Sensibilität schob er ihn in einem Rutsch hinein. Obwohl sich Mercy auf das plumpe Eindringen konzentriert vorbereitet hatte, schmerzte das lange Ding heftig, als es viel zu schnell in ihren Enddarm hineinstieß.

»Oh, wie gut sich das anfühlt! Ja, ja, … mach weiter!«, keuchte sie eine Lüge.

Stu beugte sich nach vorne und fingerte ihre Brustwarzen an.

Das war im Preis nicht inbegriffen, aber egal, denn sie hoffte nur, dass der Typ bald fertig wurde.

»Nimm dir meine Möpse! Ja, ja, pack sie, Stu, bitte, … bitte!«

Er griff unbeholfen in ihre schönen Brüste hinein, während sein Becken eintönig an ihren zarten Hintern klatschte.

Ja, Sie braucht es! Ja, sie will es! Ja, sie will mich, bildete er sich ein.

Er war dicht davor und durchdrungen von tiefen Triebgefühlen. Stu begann nun, erregt zu wimmern.

Mercy war entsetzt.

Das glaub ich jetzt nicht – kann das sein?

»Zeig's mir, Stu! Jaaa! Lass alles raus! Bitte, ich brauch das jetzt! Ja, ja, ...ja!«

Während Stu der Speichel vor Erregung aus dem Mund tropfte, kontrollierte Mercy ruckartig ihren Schließmuskel, packte damit seinen Penis und bestimmte, dass die drei Minuten lang genug waren.

Endstation, alles aussteigen, dachte sie lächelnd.

Stu brüllte so laut, als er kam, dass Mercy die Ohren dröhnten.

»Ahhahaaaaa!«, schrie er ein letztes Mal theatralisch.

Dann war der letzte Samen eingetütet, und Stus Atem rasselte ohne Unterlass.

»Das war so fantastisch, … mhmm!«, flüsterte Mercy, fingerte schnell zwischen ihre Beine, um beim Rausziehen den Rand des Kondoms sicher festzuhalten. Als sein erschlafftes Teil ihren Hintern verlassen hatte, zwang sie sich zu einem erregten Atmen.

Morgen wird der Toilettengang wieder die totale Hölle, überlegte sie verärgert. Sie hasste diese plumpen Typen.

»Oh, ist mir heiß geworden! Scheiße, warst du gut, Stu! Hammerding! Danke dir, Süßer!«

»Bist du auch gekommen, Baby?«, hechelte er sie an. Schweißperlen rannen über seine fettig glänzende Stirn.

»Zweimal, Großer! Du hast mir's zweimal besorgt!«, strahlte Mercy ihn mit ihren großen, blauen Augen an, als sie sich zu ihm hin drehte.

Und nun hau aus der Karre ab – und lass den schönen Karl herein, dachte sie und lächelte weiter ihr Huren-Lächeln.

Stu zog sich das gefüllte Latex-Tütchen ab, drückte den Scheibenheber und warf es achtlos aus dem Fenster hinaus.

»Bye-bye, liebe Kinderchen!«, sülzte er dem Kondom nach.

Was für ein Arschloch, dachte Mercy angewidert.

Als Stu angezogen war, ergriff er seine Baseballmütze und setzte sie mit dem Schirm Richtung Nacken auf. Beim Aussteigen fummelte er in seiner Gesäßtasche herum, zog eine geknickte Visitenkarte heraus und reichte sie Mercy.

»Hier, wenn du mal Bock hast, mich privat und ohne Geld zu vögeln!«

»Vielen Dank, Stu! Wie lieb von Dir!«, schmeichelte sie ihm.

»Aber ruf nur die Handynummer an. Auf dem Festnetz meldet sich meine Frau!«

Mercy nickte schweigend und lächelte erneut zum Abschied.

So ein gehirnamputierter Idiot, ließ sie sich zu einem gedanklichen Schluss-Fazit hinreißen.

4. Kapitel: Karl, die Sahneschnitte

Als Stu ausgestiegen war und noch einige Worte mit Karl wechselte, kramte Mercy in ihrer Handtasche und holte einen Gummi mit Kirschgeschmack hervor.

Kirsche bei besonderen Gelegenheiten, schmunzelte sie innerlich und wartete auf Karl. Was für eine leckere Sahneschnitte der doch ist!

Karl stieg ein und setzte sich zu Mercy auf die Rückbank. Die Blondhaarige lächelte ihn an, und ihr Lächeln war echt, ohne Huren-Charme. Der gutgebaute Kerl mit seinen schwarzen Haaren und seinem markant männlichen Gesicht war ein ausgesprochen attraktives Exemplar von einem Mann, wie sie wiederholt feststellte. Es kam nicht oft vor, dass ein Freier sie sehr beeindruckte, denn die meisten Kunden stufte sie optisch eher als durchschnittlich ein. Selbst unter den gepflegten Geschäftsleuten war selten ein Adonis dabei, der sie für Sex bezahlte.

Mainstream-Ficker, nannte Mercy ein wenig spöttisch ihren normalen Kundenstamm.

Karl war da eine Ausnahme, eine sehr willkommene Ausnahme!

»Hat er den Rest schon beglichen?«, fragte er und sah dabei sehr hinreißend heiß aus, wie Mercy empfand.

»Nein, aber dein Freund ist dafür ausgiebig gekommen«, antwortete sie und machte absichtlich auf cool.

»Na, dann werde ich mal«, sagte er und griff nach seiner Geldbörse, um den ersten Teil des Ficks zu begleichen.

»Halt, halt!«, beschwichtigte Mercy ihn. »So rasch ist das auch nicht notwendig. Wir beide haben ja noch nicht einmal angefangen.« Freundlich lächelte sie ihn an.

»Okay, dann … später«, meinte er verhalten knapp.

Seine dunkelbraunen Augen musterten sie. Die Blondine konnte seine forschenden Blicke fast spüren. Dabei bemerkte sie, dass sie ihn ebenfalls abschätzend anstarrte. Ihre Augen begegneten sich, er erwiderte ihr Lächeln.

»Wie heißt du?«

»Mercy«, antwortete sie.

»Ist das dein richtiger Name?«

»Nun ja, sagen wir, es ist mein … Künstlername, mein Huren-Pseudonym!«, lachte sie ihm entgegen. »Eine Freundin und ich haben uns den Namen beim Essen in einem Diner ausgedacht, als ich auf dem Strich anfing.« Sie blinzelte frech. »Mercy passt zu mir wie der Schwanz in den Schlitz und die Zunge an die Perle!«

Plötzlich wirkte der Adonis ein wenig verlegen. Etwas schien ihm unangenehm zu sein.

»Ich muss dir was gestehen«, begann er und flüsterte nun fast dabei.

»Was denn? Ich bin ganz Ohr, Süßer!«

»Du bist meine … erste …«

»Deine erste – was? Deine erste Frau … oder deine erste Professionelle?«

»Ich war noch nie auf dem Strich und hab noch niemals für Sex bezahlt.«

Mercy lachte ihn schallend an. Karl war ihr mit seiner ehrlichen, fast schon naiven Art überaus sympathisch.

»Das würde mich auch wundern! Bei deinem Aussehen kannst du wahrscheinlich fast jede kriegen, ohne dafür löhnen zu müssen«, sprudelte es aus ihr heraus.

Im Halbdunkel glaubte die Hure erkennen zu können, dass Karl errötete. Das gefiel ihr, und sie geriet in Neck-Laune.

»Was machst du dann hier? Solltest du nicht in einer Bar oder in einem Club ein süßes Mädchen anbaggern und gepflegt ausführen?«

Große blaue Augen durchdrangen ihn. Karl räusperte sich verlegen. Das Thema war ihm sichtlich unangenehm.

»Stu sagte mir«, druckste er herum. »Es wäre eine männliche Erfahrung, ein Muss für mich!«

Mercy dachte an den prahlerischen und selbstverliebten Stu.

»Ja, das glaube ich dir gerne, dass Stu das zu dir gesagt hat.« Mercy schaute durch die Fenster. Stu stand ein wenig abseits und paffte eine Zigarette.

»Was meinst du?«, hakte Karl nach und lächelte zögerlich. »Ist es das? Eine männliche Erfahrung für mich?«

»Kommt darauf an«, meinte Mercy. »Frauen fürs Ficken zu bezahlen, ist schon mal kein typisches Weiberding!«

Die Bemerkung zauberte ein Lächeln auf Karls Lippen.

Ach, er hat so schöne strahlende Zähne, schwärmte die blondhaarige Frau. Der Kerl macht mich völlig wuschig!

Es irritierte sie ein wenig, dass sie solchen Gedanken nachhing. Normalerweise passierte ihr das bei ihren Kunden selten. Aber dieser Karl war außergewöhnlich gutaussehend, sehr sympathisch und total anständig für einen Freier.

»Ich bin ein wenig … nervös«, stockte er.

»Das wird schon!«, beruhigte Mercy den schwarzhaarigen Mann. »Leg dich einfach zurück und entspann dich!«

Karl machte, was sie sagte, und lehnte sich bequem an die Rückbank. Seine Anspannung zeigte sich weiterhin deutlich in seinem Gesicht. Er wirkte wie beim Zahnarzt.

»Vertrau mir, Newbie!«, neckte Mercy ihn. »Ich kenne mich damit sehr gut aus!«

Ohne weitere Worte und wie selbstverständlich fuhr sie mit sanfter Handfläche über seinen Schoß und rieb den blauen Jeansstoff. Karls Gefühle wechselten rasant hin und her, von peinlich bis erregt, während die Frau weiterzuforschen begann.

»Oha, da ist ja doch jemand zu Hause!«, flüsterte sie sanft, als sie spürte, wie sich seine Erektion aufbaute.

Flink öffnete die Prostituierte den Gürtel und den Reißverschluss der blauen Jeans. Dann glitt sie behutsam in seinen Slip hinein und umfasste zärtlich seine stärker werdende Männlichkeit. Als er vollends stramm in ihrer Hand lag, führte sie behutsam seine Eichel an ihre Lippen und ließ ihre glänzende Zungenspitze auf ihr zärtlich kreisen. Karl quittierte dies mit einem kurzen Stöhnen und einem leichten Zucken seines Schwanzes.

Mercy machte es Freude den zurückhaltenden, netten Mann sexuell in Fahrt zu bringen. Seine unaufdringliche Wesensart war ihr bedeutend angenehmer als die forschen Machos, die ihr sonst Geld zusteckten.

Ein kurzer Riss öffnete die Folie des Kondoms, das sie langsam, sehr langsam über seinen Harten rollte. Schließlich ließ sie ihn tief in ihren warmen Mund wandern. Wieder stöhnte Karl und begann heftiger zu atmen. Mit der einen Hand schob sie sein blaues T-Shirt hoch und legte seinen Bauch frei. Ein festes Sixpack sprang ihr ins Auge. Vorsichtig strich sie mit der Fingerkuppe die einzelnen Wölbungen ab, während ihre Zunge spielerisch um seinen Schaft leckte.

Der Kirschgeschmack und sein Ding sind einfach klasse, dachte Mercy und spürte, wie es sie selbst erregte.

Als sie seine Eier rhythmisch massierte, kam es ihr in den Sinn, wie sehr sie selbst befriedigenden Sex vermisste.

Sie liebkoste sein starr aufgerichtetes Teil mit fest umschlossenen Lippen, um die Festigkeit vollends zu steigern, dann entschied Mercy, dass Karl bereit für sie war. Behände stieg sie auf seinen Schoß, rieb dabei ihr zartes Schamhaar über seinen Unterleib.

Natürlich fasste er zu! Instinkt- und triebgesteuert machte er dies, ohne auch nur den Hauch eines Gedankens daran zu verschwenden, dass er nur fürs Ficken bezahlte. Mercy ließ ihn gewähren, wollte es, hatte förmlich innerlich darum gefleht. Sie nahm seinen Schaft und ließ ihn sanft in ihre feuchte Spalte gleiten.

Während sie ihn rhythmisch ritt, spürte Mercy, dass sie sich selbst hochschaukelte und ihre Lust entflammte. Sie grub ihre Finger in seine haarige Brust. Das machte ihn gieriger, machte ihn drängender. Dann sah er sie direkt mit seinen schönen Augen an.

, durchzuckte es sie, während ihr Innerstes die heißen Stufen der Begierde erklomm. Die Blondhaarige fühlte, dass sie bei diesem Fick mit Karl kommen würde. Ja, sie fühlte, dass sie dies unbedingt wollte, mit unbedingt wollte!

Als sie die erlösende Welle mitriss, warf sie den Kopf nach hinten und schrie lustvoll mehrmals auf. Das belebende Gefühl raste durch ihren gesamten Körper. Hechelnd beugte sie sich nach vorne. Ihr langes Blondhaar bedeckte sein Gesicht.

Schließlich war nur noch beiderseitiges Atmen zu hören.